2011

Erste Jenaer Coachingtage 08./09.09.2011

– Chancemanagement und Coaching

Die ersten Jenaer Coachingtage werden von dem zu gründenden Institut für Coaching und Organisationsberatung (ICO) der Fachhochschule Jena ausgerichtet. Es referieren u.a. Prof. Dr. Erich Schäfer, Prof. Dr. Regina Krczizek und Prof. Olaf Scupin.

Fachvorträge:

  • Prof. Dr. Olaf Scupin: Begründungsrahmen für das Coaching von Führungskräften im Changemanagementprozess
  • Prof. Dr. Erich Schäfer: Organisationsentwicklung in Bürgermedien – Ein Erfahrungsbericht
  • Prof. Dr. Regina Krczizek: Nutzen von Coaching für Führungskräfte in Veränderungsprozessen
  • Frau Cornelia Harms-Schulze: Akquise und Auftragsklärungsprozess bei Führungskräften im Gesundheitswesen – Wie finden Coach und Führungskraft zusammen

Workshops:

  • Prof. Dr. Wolfgang Kühl: Changemanagement und Intervision – methodische Grundlagen kollegialer Beratung von Führungskräften
  • Michael Kaden, Liliane Holland Reichert, Cornelia Otto, Heiko Müller: Vom Problem zur Lösung Methoden im lösungsorientierten Coaching
  • Udo Hermann: Changemanagement und Personalführung – Welche Rolle spielen motivierte Mitarbeiter in einem Unternehmen oder einer Organisation bei Veränderungen? Was kann man tun, wenn es zwischen Führungskraft und Mitarbeiterschaft kriselt?
  • Andreas Spiller: Vorgesetztencoaching zwischen Chancen und Grenzen

Materialien der Vorträge finden Sie im Downloadbereich

Teilnehmerbericht zum Workshop

Kurzzusammenfassung des Workshops:

,,Vom Problem zur Lösung“ – Methoden im lösungsorientierten Coaching

03-2Nach der Präsentation der einzelnen Workshopinhalte stellten sich WorkshopleiterInnen und TeilnehmerInnen gegenseitig vor und berichteten von ihrer Motivation zum Thema sowie von ihren Coachingerfahrungen. Anschließend demonstrierten die WorkshopleiterInnen ein Rollenspiel zu einer klassischen Coachingsituation. In diesem wurden praktisch mehrere lösungsorientierte Methoden vorgestellt, die gleichzeitig theoretisch erklärt wurden. Um das Bild der lösungsorientierten Methoden abzurunden und bei den TeilnehmerInnen Nachhaltigkeit zu forcieren, wurden einige für Coachingprozesse typische Leitsätze visuell an die Tafel gebracht und erläutert.

Die Schwerpunkte des Workshops bezogen sich ausschließlich auf die Methoden zur Lösungsorientierung. In einer so genannten Methodenbörse wurden einzelne Methoden nach festgelegter Struktur vorgestellt und mit den Teilnehmern durchgeführt. Nach einer Kurzbeschreibung unter dem Gesichtspunkt ihres Anwendungsbereiches wurden diese erläutert mit Angabe des jeweiligen Zieles sowie des Materials. Zudem konnten sich die Teilnehmer Einblick in entsprechende Literatur verschaffen. Folgende Methoden wurden separat vorgestellt und mit den TeilnehmerInnen durchgeführt:

Ø Arbeit mit den Schatz- bzw. Impulskarten

Ø Die Ampelmethode

Ø Rund und eckig

Ø Handlichkeit

Die Methoden werden demnächst unter unserer Coaching-Netzwerk Homepage www.blattform13.de erscheinen.

Fazit:

Während des Workshops wurden zusammen mit den Teilnehmern in angeregter Diskussion gute und wertvolle Erfahrungen ausgetauscht. Durch die Vorstellung und das praktische Ausprobieren der einzelnen Methoden konnte Nachhaltigkeit eher gesichert werden.

Wie in einem Coachingprozess üblich, kamen die meisten Ideen im Workshopgespräch während des gemeinsamen gedanklichen Austausches zustande und stellten eine Bereicherung für die Teilnehmenden und WorkshopleiterInnen dar, was von allen reflektiert wurde. Manche Ideen wurden in Form von Erfahrungen und Geschichten weitergegeben.

Insgesamt konnte festgestellt werden, dass ein enormer Bedarf an praktischen Coachingmethoden bei den TeilnehmerInnen bestand, was im Workshop deutlich thematisiert wurde.

Einige Teilnehmende signalisierten zum Schluss des Workshops ihren Mut zu einer fundierten Coachingausbildung. Andere wollen die Ideen praktisch in eigenen Coaching – Sitzungen oder Kursen anwenden.

Sowohl die WorkshopleiterInnen als auch von den Teilnehmenden wünschten sich mehr Zeit, um noch mehr und intensiver in die spannende Methodenlandschaft eintauchen zu können. Angeregt wird, dass mehrere Workshops zur Thematik stattfinden, damit mehr TeilnehmerInnen daran teilhaben können.

Quelle:Cornelia Otto